Die Leistung der Fluggesellschaften während des Coronavirus

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Die Reisebranche wurde durch den Ausbruch der Coronavirus-Pandemie stark betroffen. Die Fluggesellschaften haben mit der Leistung zu kämpfen, da sie mit Tausenden von Flugannullierungen und schweren finanziellen Verlusten zu kämpfen haben, die wiederum auch zu umfangreichen Entlassungen von Mitarbeitern führen. Die letzten Monate waren für diese Unternehmen eine große Herausforderung, in der sie versuchen ohne einer Schließung des Betriebes durchzukommen. Einige Fluggesellschaften haben sich dafür entschieden die Gesundheit und Sicherheit der Passagiere an die erste Stelle zu setzen, während andere Fluggesellschaften ihr eigenes Überleben in den Vordergrund gestellt haben und mit ihrem Business-as-usual-Ansatz weitermachen. In diesem Artikel untersuchen wir einige der bekanntesten Fluggesellschaften der Welt und wie sie mit der aktuellen Situation umgehen.

Ticketrückerstattungen während des Coronavirus

Seit dem Ausbruch des Coronavirus Mitte März haben die Fluggesellschaften verschiedene Richtlinien in Bezug auf Kundentickets eingeführt – sowohl für bereits vor der Pandemie gebuchte Flüge als auch für neue Reservierungen. Auch bei der Bearbeitung von Rückerstattungen für stornierte Flüge gab es erhebliche Änderungen. In der Tat mussten Regierungen auf der ganzen Welt Warnungen aussprechen, um bestimmte Fluggesellschaften zur Einhaltung der verordneten Richtlinien und der Rückerstattung von Ticketkosten zu bewegen.

Lediglich eine begrenzte Anzahl von Fluggesellschaften hat es ihren Kunden ermöglicht die Ticketkosten schnell zu erstatten, während andere Fluggesellschaften bemüht waren ihren Kunden Gutscheine und Umbuchungen aufzudrängen, anstatt die Ticketkosten anstandslos zurück zu zahlen. Akzeptiert der Kunde das Gutscheinangebot, so gibt es keine rechtliche Grundlage mehr für die Erstattung der Ticketkosten. Möchten die Kunden kein Gutschein akzeptieren, haben sie trotzdem Anspruch auf Kostenerstattung.

Die Airline-Leistung während des Coronavirus

American Airlines: In Umfragen, die mit amerikanischen Passagieren durchgeführt wurden, wurde American Airlines als eine der Fluggesellschaften identifiziert, die am konsequentesten mit dem Coronavirus umgeht. Die Kunden wiesen darauf hin, dass die Fluggesellschaft ihre Ticketrückerstattungen schnell bearbeitet und nur einen geringen Rückstand zu bewältigen hat.

British Airways: Die Fluggesellschaft soll die meisten Rückerstattungen innerhalb von 30 Tagen oder weniger bearbeitet haben und hat nun einen relativ geringen Rückstand an Anträgen. Die Beschwerden der Passagiere zeigten, dass die Kunden jedoch Schwierigkeiten hatten, sich mit der Fluggesellschaft in Verbindung zu setzen, um überhaupt eine Rückerstattung zu beantragen. British Airways hat inzwischen Änderungen in seinem Kundenhilfedienst vorgenommen, um die Kundenzufriedenheit zu steigern.

easyJet: Ursprünglich benötigte easyJet bis zu 90 Tage für die Bearbeitung von Rückerstattungsanträgen. Dies bedeutete, dass die Fluggesellschaft einen erheblichen Rückstau an Erstattungsanträgen von Kunden hatte, die versuchten ihr Geld zurückzubekommen. Daher musste die Fluggesellschaft die Anzahl der Mitarbeiter, die Ticketrückerstattungen bearbeiten, erhöhen. Mittlerweile behauptet easyjet, dass sie in der Lage ist Rückerstattungsanträgen in weniger als 30 Tagen nachzukommen.

Emirates: Die Fluggesellschaft hat versprochen mehr Personal einzustellen, um sicherzustellen, dass Rückerstattungsanträge spätestens nach 40 Tagen ab Antragstellung bearbeiten werden. Passagiere müssen demnach eine maximale Wartezeit von 50 Tagen in Kauf nehmen.

Etihad Airways: Kundenbeschwerden deuten darauf hin, dass Etihad seinen Kunden keine Ticketrückerstattungen gezahlt hat. Nach der Überprüfung änderte die Fluggesellschaft ihre Richtlinien und verbesserte die Benachrichtigung von Kunden über Annullierungen mit einem direkten Link zur Website auf der die Passagiere Informationen über Rückerstattungen finden können.

Jet2: Jet2 wurde ebenfalls hervorgehoben für die schnelle Bearbeitung von Ticketrückerstattungen. Die Fluggesellschaft hat nur einen geringen Rückstau an Rückerstattungsanträgen.

Lufthansa: Die Fluggesellschaft hat eine Erklärung abgegeben, dass sie versuchen wird ihre Rückzahlungsprobleme bald in den Griff zu bekommen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr räumte ein, dass es aufgrund der enormen Anzahl von Stornierungen ein anhaltendes Problem mit den Rückerstattungen gibt und entschuldigte sich bei den betroffenen Kunden. Er erwähnte auch, dass die Fluggesellschaft ihre Ressourcen im Bereich der Kundenbetreuung erheblich aufgestockt hat, um die Bearbeitungszeit zu beschleunigen.

Ryanair: Bei Ryanair wurde festgestellt, dass die Bearbeitung von Rückerstattungen zu Beginn der Corona Pandemie etwa 10 Wochen oder länger dauerte. Am 3. Juli listete die Fluggesellschaft auf ihrer Website eine Reihe von Verpflichtungen auf, die darauf abzielen, dass die Fristen für die Bearbeitung von Ticketrückerstattungen verbessert wird.

TUI: Anstatt Rückerstattungen direkt zu gewähren, erhielt der Kunde von TUI automatisch eine Gutschrift über den Wert seines Fluges. Die Kunden mussten dann, nach Erhalt der Gutschrift, 28 Tage warten bevor eine Ticketrückerstattung beantragt werden konnte - was weitere 28 Tage bis zur Bearbeitung in Anspruch nehmen konnte. Kürzlich änderte die Fluggesellschaft ihre Richtlinien und beginnt nun automatisch einen Prozess der Ticketrückerstattung, sobald der Flug eines Kunden storniert wird. TUI behauptet, dass Ticketrückerstattungen nun innerhalb von 14 Tagen bearbeitet werden.

Turkish Airlines: Die Fluggesellschaft musste bestätigen, dass sie ihren Kunden die Rückerstattung von Flugtickets anbietet, nachdem Kundenbeschwerden etwas anderes vermuten ließen. Inzwischen hat die Airline ihre Website, ihr Online-Rückerstattungsformular und die Benachrichtigung, die sie den Passagieren stornierter Flüge zukommen lässt, angepasst. Es ist das erklärte Ziel von Turkish Airline seinen Kunden einen transparenten und einfach Weg zu gewähren, um Ticketrückerstattungen zu erhalten.

Virgin Atlantic: Ursprünglich benötigte die Fluggesellschaft bis zu 60 Tage für die Bearbeitung von Rückerstattungsanträgen. Die Leistung der Fluggesellschaft wurde laut Kundenberichten "deutlich schlechter". Die maximale Wartezeit für die Rückerstattung des Geldes beträgt mittlerweile bis zu 120 Tag. Angesichts der Kritik versprach die Fluggesellschaft ihre Rückerstattungsleistungen zu verbessern.

Flugannullierungen aufgrund des Coronavirus. Quelle: Adobe Stock

Flugannullierung wegen Coronavirus

Was passiert, wenn mein Flug wegen des Coronavirus gestrichen wird?

Wenn Deine Fluggesellschaft Deinen Flug aufgrund der Coronakrise annulliert, kannst Du eine Rückerstattung des Ticketpreises beantragen. Du bist nicht verpflichtet einen Gutschein zu akzeptieren und Du hast Anspruch auf Rückerstattung des gesamten bezahlten Betrags. Fluggäste können auch Anspruch auf eine Entschädigung für die Annullierung ihres Fluges gemäß der EU-Verordnung 261 / 2004 haben, vorausgesetzt, dass die Gründe für die Annullierung nicht als außergewöhnliche Umstände angesehen werden und die Fluggesellschaft keinen Alternativflug in einem akzeptablen Zeitrahmen angeboten hat. Wenn Du einen ähnlichen Fall erlebt hast und Dein Flug annulliert wurde, dann kannst Du auf der MYFLYRIGHT-Website prüfen, ob Du Anspruch auf eine Ticketrückerstattung und möglicherweise auf eine zusätzliche Entschädigung hast. Wir sind Dir gerne bei der Rückerstattung Deines Tickets behilflich. Es besteht für Dich zu keinem Zeitpunkt ein Kostenrisiko. Du musst lediglich Deine Flugdaten unter www.myflyright.com eingeben und Deinen Anspruch kostenlos überprüfen.

Hauptfoto Quelle: Adobe Stock

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MYFLYRIGHT ist ein juristisches Technologieunternehmen, das sich auf die Unterstützung von Fluggästen spezialisiert hat, die von Flugverspätungen, Flugausfällen, Nichtbeförderung, verspätetem oder verlorenem Gepäck und der Rückerstattung nicht verwendeter Flugtickets betroffen sind. MYFLYRIGHT wurde 2016 in Hamburg gegründet. Das Unternehmen verfügt über 3 Niederlassungen, hat seinen Hauptsitz in Hamburg und Niederlassungen in Prag, Tschechien und Saporischschja, Ukraine. Derzeit beschäftigt MYFLYRIGHT ein Team von rund 25 Mitarbeitern in den Bereichen Marketing, Operations, Recht, Kundenbetreuung und IT. Die Organisation ist in fünf Märkten tätig: Deutschland, Großbritannien, Rumänien, Österreich und der Schweiz.

Das Ziel von MYFLYRIGHT ist es, allen Fluggästen, die auf Unregelmäßigkeiten bei ihrer Beförderung stoßen, Zugang zur Justiz zu verschaffen. Insbesondere werden 75% aller Entschädigungsanträge von Passagieren abgelehnt. Während MYFLYRIGHT in mehr als 98% der Fälle in der Lage ist, geltend gemachte Kundenforderungen vor Gericht erfolgreich zu erfüllen.

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